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electrocd

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  • Morphogenèse dans Le son du grisli

    «Critique», Fabrice Vanoverberg, Le son du grisli, 5 juin 2015
    vendredi 5 juin 2015 Presse

    Au premier abord, l’acousmatique d’Erik Nyström ne sort guère de l’ordinaire, pour autant que ce terme puisse être appliqué à une sortie du merveilleux label canadien Empreintes DIGITALes. Chemin faisant, et passées les premières minutes, Morphogenèse subjugue par ses innombrables variations, complètement à l’opposé d’une vision où les drones se noient dans la monotonie.

    Tel un Markus Schmickler qui extirperait l’ombre de Fennesz sous le manteau de Robert Normandeau, l’œuvre du compositeur basé à Londres exploite à merveille une foule de registres des musiques électroniques abstraites, et sa force de conviction est telle qu’on se laisse emporter sans le moindre détour. Leçon numéro deux: aux trente premières secondes d’un disque, tu ne t’arrêteras pas.

    Chemin faisant, et passées les premières minutes, Morphogenèse subjugue par ses innombrables variations, complètement à l’opposé d’une vision où les drones se noient dans la monotonie.

    Morphogenèse dans Nordische Musik

    «Kritik», Ingo J Biermann, Nordische Musik, 15 mai 2015
    vendredi 15 mai 2015 Presse

    Zur leichten Unterhaltung eignen sich die Arbeiten Erik Nyströms nicht, so viel ist schnell klar. Der 1978 im nordschwedischen Luleå geborene Klangkünstler promovierte 2013 an der City University London mit seiner praktischen und theoretischen Forschungsarbeit »Topology of Spatial Texture in the Acousmatic Medium«. Wenn Sie diese Begriffe nun erst nachschlagen müssen: Keine Sorge, Nyströms Ambition ist sicher nicht, uns seine Ideen auf dem Silbertablett darzureichen. Grob gesagt geht es Nyström um das Verhältnis von klanglicher Textur im Raum, weshalb vier dieser fünf Stücke für 8-kanalige Installationen konzipiert wurden und eigens für diese CD-Veröffentlichung in Stereoversionen gemischt wurden. Die zwischen 2008 und 2012 in London entstandenen Arbeiten sind zumeist 12 bis 14 Minuten lang, mit dem knapp 21-minütigen»Lucent Voids«im Zentrum.

    Praktisch und anregend, dass »MORPHOGENÈSE« ausführliche Erläuterungen zu den Tracks beigefügt sind. Diese kryptischen Texte zu durchdringen erweist sich freilich als kaum geringere Herausforderung als die Klangkunstwerke selbst. Man sollte mit der Materie am besten schon etwas vertraut sein; dann hat man umso größeren Genuss beim Erfahren der ambitionierten Soundwelten, denen man den langwierigen und mühsamen Arbeitsprozess anhört — ohne dass der unangenehme Eindruck von Effektposerei entstünde. Vielmehr bietet Nyström elaborierte Exkursionen in Makro- und Mikrokosmos, in Moleküle und Welten, in Zeit und Zeitlosigkeit. Grafische Strukturen wie physikalische Skalen und Größen spielen (natürlich) eine Rolle, aber auch das Miteinander von konkreten, klaren und unförmigen bis abstrakten Elementen. Nach dem hingebungsvollen Durcharbeiten dieser Essenz von Erik Nyströms Doktorarbeit fühlt man sich ein wenig erschlagen und offen für ein leichteres musikalisches Dessert. Doch beim nächsten Mal kann man die elektroakustische Suite auch einfach mal als abendfüllende, atmosphärische Klanginstallation fürs Wohnzimmer goutieren. So lange der Künstler selbst keine Einwände hat.

    Morphogenèse dans Bad Alchemy

    «Kritik», Rigobert Dittmann, Bad Alchemy, no 85, 1 mai 2015
    vendredi 1 mai 2015 Presse

    Erik Nyström ist wohl der erste Schwede auf empreintes DIGITALes, was er seinem Doktorvater Denis Smalley verdankt, aber vor allem der Qualität von akusmatischen Klangverwirbelungen, wie sie auf Morphogenèse (IMED 14129) erklingen. Die knatternden Partikelstürme von Catabolisms gehen zurück auf die ‘anabolischen Tendenzen’, von denen der Kunstpsychologe Rudolf Arnheim (1904-2007) in seinem Essay Entropy and Art ausging. Dabei teilen sich die auf­bauenden Kräfte den Raum auf de-konstruktive Weise mit krisenträchtigen und katabolischen. Latitudes ist ein oszillierend zirpendes und brodelndes Klang­beben, eine sirrende Flatterwelle, in der Nyström das vibrierende Wesen der Raumzeit staucht. Auch die molekularen Kaskaden von Lucent Voids werden gelenkt durch Krümmungen und Verwerfungen, in denen in wellen- oder teilchen­förmigem Sirren und Brausen, metalloidem Schimmern oder submarinem Brö­ckeln die Dimensionen fragwürdig werden. Aber in genuin Fremdem scheint manchmal auch Vertrautes auf, Wasser oder Vögel, wenn auch exotische. Auch Cataract und Far-from-equilibrium variieren noch einmal Nyströms Ansicht, dass alle Dinge, klein oder groß, sich, und das auch nur unscharf, in ständiger ‘transformotion’ (sic!) zeigen lassen. Als prickelnd oder surrend fluktuierendes Rieseln von Molekülen. Mit knarziger Reibung in der Nahaufnahme, als raum­greifendes Star-Treking in der Totalen.

    Als prickelnd oder surrend fluktuierendes Rieseln von Molekülen. Mit knarziger Reibung in der Nahaufnahme, als raum­greifendes Star-Treking in der Totalen.
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