Jazz & Electronics, so scheint es, sind derzeit eher an den Rändern Europas beheimatet, in Norwegen, mit
Nämliches lässt sich auch über dieses Quartett sagen
Walking bass Figuren darf man von ihm nicht erwarten, auch keinen funky slap oder Grundton-Grundierungen, PAT steht außerhalb der Jazz-Tradition, er legt ein sehr tiefes Fundament, mitunter bohrende, dunkle, „dreckige“ Linien, die auch aus der Kopplung mit einem laptop Computer erwachsen („Matter“), oder auch in einer Kombination aus slide-Effekten und elektronischen glitches. Seit er 2004 im Birmingham promoviert hat, unterrichtet Tremblay an der University of Huddersfield in Nordengland laptop-Komposition.
So einer verschwendet keinen Gedanken an schöne Klangfarben im Breitwandformat, sondern berauscht sich an der Elektronik als dem ganz Anderen, dem Kontrast zum instrumentellen Handwerk, dem Irritierenden, was Ordnungen durcheinander bringt.
Der Eröffnungstrack bietet einen wunderbaren Einstieg in diese Welt der formalen Überraschungen, einer nervösen, mehr gedachten als tatsächlich ausgeführten Musik, in der nichts kommt, wie man es erwartet.
Wo Klangtupfer zu -flächen sich dehnen, Rhythmus mitunter völlig aussetzt — um dann doch plötzlich gegen schwere Liegeklänge sich zu behaupten.
Dieser Part liegt in den Händen eines der gegenwärtig besten Schlagzeuger Englands, bei
Und doch ist der Titel des Albums zutreffend gewählt, wir blicken, nein wir werden hineingestoßen in ein „Lab“, ein Laboratorium der Klänge und Spielhaltungen.
Wir finden Elemente des TripHop (
Manchmal hängen die Bläser, wie nicht selten in dieser Musik, wo ein akkordischer Rahmen fehlt, in der Luft
