Éclats dans Blow Up
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Éclats (IMED 20170) bringt Klangsplitter des 1983 in Québec geborenen, aber in Montréal ausgebildeten PIERRE-LUC LECOURS, der nur als bebrillter Kahlkopf Ambrose Seddon verblüffend ähnelt, nicht im Temperament. Weder beim 4-teiligen Farbenspiel ‘Éclats’ (2014-20), noch bei ‘Impacts discrets’ (2014) als surrealem Mikrokosmos, durchsetzt von dröhnenden Kurven und pulsenden Wellen, von rauschigen Schüttungen, abrupten Ver- werfungen, leise dongenen Lauten, rhythmischem oder rabiat dreinschlagendem Aggro. Das synästhetische Quadrupel in ‘Rouge’, ‘Noir’, ‘Blanc’ und ‘Violet’ ist im ersten, dem roten Werkstück ein Action Painting, angeregt durch automatistische Malerei. Also jenem surrealistischen Bestreben bei etwa Hans Arp und André Masson, auch noch die Fesseln der eigenen geistigen Selbstkontrolle abzuschütteln, das mit Paul-Emile Borduas und Les Automatistes ja eine besondere frankokanadische Spielart ausformte — Stichwort
Es ist recht schwer, die Klänge, die man hier zu Hören bekommt, zuzuordnen. Zum Einem arbeitet
Im Gegensatz zu vielen ähnlichen Produktionen gelingt es dem Künstler jedoch tatsächlich aus all diesen Elementen ein bündiges und durchhörbares Werk zu schaffen, auch wenn die Grenze der Belastbarkeit manchmal nur knapp verfehlt wird. Dies aber nicht, weil die Klänge so kakophonisch und fast schon schmerzend sind, sondern weil einen die Vielfalt und Kraft der Sounds zu überfordern droht. Dass am Ende eben dieses stimmige und hörbare Werk entstanden ist, liegt daran, das man niemals überambitioniert ist, sondern alles aufeinander abgestimmt ist.
Eine spannende Reise in experimentelle Gefilde der Musik und eines der besseren Alben des Genres.
Il primo album solista del compositore di Montréal
La bravura e la versatilità di