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Billet

Rhizomes dans Bad Alchemy

«Kritik», Rigobert Dittmann, Bad Alchemy, 17 janvier 2003
vendredi 17 janvier 2003 Presse

Der 1956 geborene Belgier Stephan Dunkelman hat bei Annette Vande Gorne studiert. Obwohl er seine Arbeiten gern auch kontextualisiert mit Kunstausstellungen, Modeschauen oder Tanztheater, geht von den auf Rhizomes (IMED 0263) versammelten Werken Signallures (1991), Rituellipses (1993-96), Aquaéra 1 (1996), Hanna’ Duet (1998), Metharcana (1998), Thru, Above and Between (1998) und Dreamlike Shudder in an Airstream Part 1: for a crumpled woman (2000) eher etwas Intimes, Hermetisches und Verträumt-Vergeistigtes aus. Subtile Klänge schweben und tanzen zwischen Bewegung und Stille, Raum und Zeit, Essenz und Existenz, Realität und Irrealität. “Listening is vertical” ist nur vordergründig ein klares Statement in Dunkelmans fremdwortreicher Selbstvermarktung, die aber ganz dem rabulistischen Tenor der Kunstkopffraktion unter den Bruitisten entspricht. Das stereophone Rollin’ & Tumblin’ seiner morpho-dynamischen Wischer, Zuckungen und rumpelnden Vibrationen folgt bestechend präzisen Choreographien, die ihnen konfrontale Antagonismen oder zentrifugales Gehusche als ‘Schritt’-Wirbel diktieren.