Gilles Gobeil eher der neueren Generation zuzuordnen ist. Er setzt mehr auf Effekte und Überraschungsmomente. Seine Spaziergänge sind nichts für schwache Nerven, dafür aber umso spannender. Und unter Kopfhörern ist es schon der Wahnsinn, deswegen lieber laut mit den Lautsprechern!
Ein Thema zieht sich durch diese sieben Kompositionen: der Spaziergang. Es gibt ein Stück, das Folkmar Hein gewidmet ist und an seine langen Spaziergänge in Berlin und Umgebung erinnert [3]. Dann gibt es noch eine überraschende Geschichte über die Zeitreise, die in Chris Markers Film La jetée so wunderbar erzählt wird [1]. Und ich habe einen wunderbaren Spaziergang durch die fruchtbaren Improvisationen des Ensembles Déviation(s) gemacht, das ich wie Neuland zu kartieren versuchte [5]. Und dann gibt es noch die fantastische Reise an den Rand des Universums, die Stanley Kubricks Film 2001: Odyssee im Weltraum darstellt, geleitet vom Saxophon Yves Charuests [2]. Und nicht zu vergessen ein stilles Wandern durch Debussys Träumereien [6], begleitet von François Couture am Klavier, oder ein freundlicher Ausflug in die experimentelle Musik des verstorbenen Bildhauers Oscar Wiggli [7]. Schließlich nahm der Gitarrist Patrice Soletti die Herausforderung an, in Echtzeit auf den holprigen Pfaden eines 30 Jahre alten Projekts zu wandeln [4].