Dass sogar aus ernsthaft neutönender, akusmatisch elektroakustischer Musikproduktion so etwas wie Pop-Appeal herausklingen darf, dafür stehen die verspielten Kompositionen der Britin Manuella Blackburn. Petites étincelles (empreintes DIGITALes) versammelt fünf ihrer jüngeren Klangcollagen, die sich einerseits auf nichtwestliche Instrumente (wie die Shruti-Box) und Traditionen (wie Gamelan und indische Ragas) beziehen, aber genauso auch auf nichtmusikalische Klänge von Küchenspülen zu Standuhren. Für Blackburn haben noch die profansten Dinge ein Eigenleben. Überaus vitale und gutgelaunte Poltergeister klappern durch ihre Stücke. Hochauflösende Einzelbilder überdrehter Spieluhren im Zustand des Explodierens.