Noch heißer als Brooklyn kommt mir mittlerweile Montréal vor. Dazu tragen nun auch Alex Moskos (ex-Kubelka), Brain, sorry, Brian Damage (ex-Phycus) & Michael Caffrey (Daydream Square & ex-Beautifuzz) ihren Teil bei, als Moog-Trio, das Psychedelic, Kraut- und Space-Rock und was sonst noch je zwischen Mother Mallard, The Spoils of War und White Noise vom geraden Kurs abgekommen war, auf seine Essenzen hin ausquetscht und als Treibstoff für seine 21st-Century-Schizoid-Tunes einfüllt. Abgedrehte Versionen von Tomorrow Never Knows, Giorgio Moroders Trip U Feel Love (aka “I Feel Love”), dem mit 18 Minuten noch ausgedehnteren Red-Krayola-Flug Transparent Radiation und von Brainticket, dem (vielver)sprechenden LSD-Test vom 71er Cottonwoodhill-Debut der Mannen um Joel Vandroogenbroeck (sic!) mischen sich nahtlos mit vier geistesverwandten Eigenkreationen zu einer abartigen Zeitreise vorwärts in die Vergangenheit. Gemastert hat kein Geringerer als Paul Dolden. Der Drumroboter darf nach der Tour de Force mit Donna Summer bei Daemon Bubbles erst mal verschnaufen, um im letzten Viertel dann doch wieder zu kicken zu den teuflischem Backgroundlockrufen von Josée B. Wer mit dem Moog ins Bett geht, wacht mit 20 Rats At Once auf, SuperGravity im rauchenden Schädel und einem kosmischen Kribbeln in allen möglichen Phantomtentakeln. I am the eggman They are the crackmen I am the walrus.