Skip to main content
electrocd

More from the blog

22 results
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • Sources / scènes in Black

    “Kritik”, TB, Black, no. 23, April 1, 2001
    Sunday, April 1, 2001 Press

    Die charakteristischen Pappboxen der CDs von empreintes DlGITALes sind von weiten unvenwechselbar zu erkennen, und so fährt mir der Schreck schon jedes Mal in die Glieder wenn mein Chefredakteur das Promopäckchen auf unseren Redaktionssitzungen aus dem Hut zaubert Diese CDs sind für mich nie leicht zu rezensieren, denn es handelt sich um elektroakustische Musik, und das ist nichts, was ich mir mal eben zum Frühstück oder nach Feierabend kurz reinziehen kann Denis Smalley ist, wie die meisten Vertreter des Genres studierter Musiker, seine Herangehensweise an Musik ist — auch das ist genretypisch — eher akademisch und weniger sinnlich Drei der vier Tracks auf der CD haben, eine Grundgeräuschquelle als Ausgangsmaterial der Kompositionen Dieses Konzept ist mir aus der Noise-Musik von Aube vertraut und durchaus nicht neu. Hier handelt es sich allerdings nicht um Noise, sondern um ruhige Kompositionen. Das Stück Tides wurde am Strand aufgenommen, bei Empty Vessels wurde das Mikrophon im Innern von Vasen plaziert und Luft und Umgebungsgeräusche aufgezeichnet Base Metals wiederum beruht auf dem Klang von (na, was?) verschiedenen Metallen. Das Konzept von Pentes ist etwas anders gelagert Die Sounds sind abstrakter, konkreter und elektronischer und wurden durch das Verfremden von Instrumentenklängen erzeugt oder synthetisiert. Wie ich dieses Album nun bewerte? Nun von den Sounds her ist es durchaus interessant nur leider fehlt mir der Zugang zu solch “konstruierter” Musik und deshalb müßte ich schon in sehr guter Stimmung sein um die CD geduldig bis zum Schluß hören zu können

    Sources / scènes in Intro

    “Tonträger: Hörtest”, Sascha Karminski, Intro, April 1, 2001
    Sunday, April 1, 2001 Press

    Smalleys stringente Arbeitsweise läßt ihn aus einer sehr reduzierten Menge an Klangquellen eine größtmögliche Bandbreite an Sounds erschaffen. Die Auswahl erfolgt nach strengen konzeptuellen Richtlinien; so wurden für Base Metals nur Soundskulpturen des Künstlers Derek Shiel verwendet, bei Empty Vessels gar nur Töpfe und eine Olivendose, vermischt allerdings mit den Umgebungssounds (Flugzeuge, Insekten). Tides hingegen arbeitet vornehmlich mit Wasseraufnahmen. Völlig aus dem Rahmen fällt dann aber Pentes, das aber auch schon 1974 entstand und auf elektronischen Manipulationen mit traditionellem Instrumentarium basiert. Bei allen Werken Smalleys fällt neben der Einheit von Konzept und Klang vor allem die Dichte der Klänge auf, die verdeutlicht, dass wir es hier nicht mit einem langweiligen Akademiker zu tun haben, sondern dass das Sounderleben an allererster Stelle steht.

    Sources / scènes in Soundbase Online Musikmagazin

    “Rezensionen”, Dirk Janßen, Soundbase Online Musikmagazin, March 12, 2001
    Monday, March 12, 2001 Press

    Musik von Intelektuellen für… Intelektuelle? Sicher bin ich mir bei Sources/scènes da nicht, wenn dieses Werk über die Klangexperimente des Elektroakkustik Gurus Denis Smalley auch nicht für das Mainstream Publikum geeignet sein mag, aber dennoch Freunde von avandgardistischen Sounds und düsteren Soundtracks gleichermaßen ansprechen könnte.

    Dem einem dürfte diese CD durchaus auch durch sein bedrohlich, pulsierendes Flair gefallen, wobei dies nicht veraussetzt, daß man sich intensiv mit den Motiven auseinandersetzt. Der typische Hörer solcher Werke versucht aber die Intention, die hinter den ‘Krachwogen’ und ‘stillen Momenten’ steckt, zu entdecken und zu verstehen. Hierbei behilflich ist — wie auch beim Werk von Adrian Moore — das ansprechende und erklärende Artwork. Zu den fünf Titel gibt es ausreichend Informationen, die neben den verwendeten ‘Instrumenten’ bzw. ‘Werkzeugen’ auch die Absicht des Künstlers offenlegen. Denn es ist nicht unbedingt offensichtlich oder leicht zu erkennen, daß z.B. beim Track Empty Vessels aus dem Jahr 1997 sämtliche Klangkonstrukte aus dem Zusammenspiel von leeren Behältern und Umgebungsgeräuschen entstehen, auch wenn der Titel beschreibend sein dürfte. Tides besitzt durch sein Zusammenspiel von Wasser und Klängen eine beinahe schon entspannende Funktion, ein Moment um sich von den Soundexplosionen, die einen bei Base Metals immer wieder hochschrecken lassen, zu erholen. Tip: Niemals auf dem Discman hören. Eine Austeuerung der Lautstärke ist nicht möglich, da hier der Begriff ‘Laut/Leise-Dynamik’ sehr streng genommen wurde…

    Sources / scènes in Recycle Your Ears

    “Review”, Nicolas Chevreux, Recycle Your Ears, February 13, 2001
    Tuesday, February 13, 2001 Press

    Denis Smalley is a composer of electroaccoustic music, active since the beginning of the 70’s, and currently head of the music department at the City University of London. The biogaphy that comes in this CD’s long booklet states that he has worked on numerous sonic experiments and has written several books on the aesthetic of electroaccoustic music.

    This CD, released by the Canadian electroaccoustic label empreintes DIGITALes, is full of very abstract sound, of small sounds, of silence and of weird melodies. Clearly, this is music for people into both electroaccoustic and music theory. What can I write, then, that wouldn’t be a blatant insult at the academic work supporting this CD? Each part of this CD is focused on one primal material as source of sounds and as concept for the track. Then, sounds are recorded during processes in which the chosen material (metals, for example, for the first track) have a prominant place. Finally, electroaccoustic takes the relay, and you get, in the end, long track with a lot of silence and outbursts of tones and textures.

    From my point of view, which is the one of somebody who hasn’t taken any class about electroaccoustic music, this CD relates strangely to some works of ambient artists present in the industrial scene. The ample aspect of this sound, the use of silences, the aquatic sound (on the two Tides tracks), a lot of atmospheres to be found here reminded me of some bands playing ambient industrial, like Ultra Milkmaids.

    But then, this is also really music for scholars and I might miss the point totally. I would say that this isn’t an unpleasant record, but it really doesn’t correspond to the things I’m used to. Sources/scènes is probably a mandatory CD for Denis Smalley’s students and for fans of electroaccoustics, but the others should give the disc a try before betting that they will understand this music.

    … full of very abstract sound, of small sounds, of silence and of weird melodies.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4