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  • Voyages in Amusio

    “Kritik”, Stephan Wolf, Amusio, July 27, 2016
    Wednesday, July 27, 2016 Press

    Der zu Birmingham emeritierte Komponist und Elektroakustiker Jonty Harrison hat auf Voyages (empreintes DIGITALes) zwei aktuelle Stücke für das Stereoformat der CD aufbereitet, ohne wesentliche Abstriche in der klanglichen Raumdimension eingegangen zu sein, die seine auf Multi-Kanal-Repräsentation ausgerichteten Werke prinzipiell mit sich bringen. Dank Ambisonics, einem bereits in den siebziger Jahren entwickelten Verfahren zur Aufnahme und Wiedergabe von Klangfeldern, eröffnet diese Veröffentlichung Welten aus der Welt.

    Das 2014 in Montpellier uraufgeführte Espaces cachés (13:54) kompiliert imaginative Sachverhalte, die wohl dem Leben an sich „abgelauscht“ wurden und dennoch eine davon unabhängige Meta-Existenz konstituieren. Insbesondere wird das Spiel mit dem Erinnerungsvermögen und seinen Trugbildern exemplifiziert. Inszenatorische Aushöhlungen oder Auffüllungen spielen allenfalls eine marginale Rolle, wenn „die Welt“ mit natürlicher Konsistenz und Resonanz poliert wird.

    Der zweite Track, Going / Places (59:55), kompiliert und strukturiert in 23 Episoden die Welterfahrung des Komponisten, wie sie aus seiner in über 25 Jahren gepflegten Sound Library nun auch zu uns spricht. In der Gesamtheit eine Weltreise, im Detail eine Einladung zur Fusionierung aus (eigener) Lebenserfahrung und dem Abgleich mit der geradezu fantastischen Grenzenlosigkeit des akustischen Vermögens. Vielleicht gehören die Voyages zu jenen Veröffentlichungen, nach deren Genuss man von der Welt nicht nur mehr weiß, sondern auch versteht.

    Nécropolis in Jazz ’n’ More

    “Kritik”, Christof Thurnherr, Jazz ’n’ More, no. 4, July 16, 2016
    Saturday, July 16, 2016 Press

    Diese CD zeigt für einmal, dass es der Kunst nicht immer zuträglich ist, wenn sie in ein formatiertes Gefäss gepresst wird. Titel und Gestaltung der Veröffentlichung beziehen sich nur auf eine von vier voneinander komplett unabhängigen Kompositionen und erwecken damit nicht die richtigen Erwartungen. Hinter jedem Stück steht nämlich ein eigenständiges, spannendes Konzept. Crystal Counterpoint (2009) beispielsweise besteht aus Klängen von Kristallgläsern aus dem Haushalt von Parmeruds Eltern; er habe als kleines Kind dieses Glas klingen gehört, wenn bei ihm zu Hause eine Party gefeiert wurde. Oft sei er zu diesen Klängen auf der Treppe horchend eingeschlafen. Oder Dreaming in Darkness (2005) ist eine Co-Produktion mit Natasha Barrett, welche sich der Frage widmet, wovon jemand träumt, der nicht sehen kann. Das zu Hörende ist also insgesamt weder morbid noch gruselig, sondern es sind vier Klangbilder, in die sich wohlig eintauchen lässt.

    Nécropolis in Nordische Musik

    “Kritik”, Ingo J Biermann, Nordische Musik, July 4, 2016
    Monday, July 4, 2016 Press

    Nach Growl, Åke Parmeruds letztjähriger CD mit fünf Arbeiten aus den Jahren 2004 bis 2015 legt empreintes DIGITALes, das kanadische Label für elektroakustische Musik, Akusmatik und Musique Concrète, nach und präsentiert uns vier Werke aus den Jahren 2005, 2009 und 2011, die radikaler kaum sein könnten. Es geht an die Grenzen der Musik, an die Grenzen von Klang, ja, an die Grenzen des Hörbaren. Damit jedoch steht der Radikalkomponist natürlich nicht alleine da, und dies ist nicht direkt neu und ungehört, wenngleich das in diesem Genre schnell gesagt und gedacht ist.

    Nach dem 25 Jahre jüngeren Erik Nyström macht sich Labelchef Jean-François Denis mit Parmerud um einen weiteren Experimentator aus Schwedens verdient, und was beide zweifelsfrei verbindet, ist ihre ureigene Herangehensweise. Dem überintellektuellen Ansatz Nyströms steht Åke Parmeruds intuitiv-emotionaler Weg gegenüber, was ihn mit dem Schaffen seines Landsmanns Benny Jonas »BJ« Nilsen verbindet, der ebenfalls aus Field Recordings hörspielähnliche akustische Bilder modelliert. Mit Angélica Castelló hingegen teilt Parmerud eine recht cineastische Art der Sound-Collagierung, eine der reichen Innenwelten aus eigentlich äußerlichen Klängen. So nahm er für diese vier Werke (wie bereits für die Arbeiten auf Growl) jeweils einen konkreten akustischen Fokus. Im ersten Stück Dreaming in Darkness (2005) ist es die auditive Wahrnehmung eines Blinden, halb wach, halb im Traum. Spannend an dieser sehr spröden und arg minimalistischen Collage ist, dass sie in Zusammenarbeit mit der englisch-norwegischen Kollegin Natasha Barrett entstand.

    Während Crystal Counterpoint (2009) eine Kindheitsgeschichte nach eigenen Erinnerungen, basierend auf Klängen von Glas erzählt und ebenfalls ein hingebungsvolles Hören erfordert, um die Ideen nachzuvollziehen, nimmt ReVoiced (2009) viel direkter und unmittelbarer für die vor Jahren an verschiedenen Orten der Welt gesammelten menschlichen Stimmen ein. Die Reise, eine Fortsetzung des früheren Werks Grains of Voices, führt uns über 14 Minuten aus dem Süden, von den Aborigines an Australiens Nordküste, über Russland und Neu Delhi bis in den hohen Norden Schwedens, zum Jojk in Lappland; nicht nur wegen der Poesie und Weltoffenheit der Höhepunkt der CD.

    Mit Necropolis — City of the Dead (2011) schuf Pamerud einen faszinierenden, aber ähnlich distanzierten und schwer genießbaren Verwandten von Matthew Herberts Recomposition von Mahlers Zehnter (Deutsche Grammophon 2010). Wie der stets die Grenzen der Musik auslotende Klangkünstler aus England wagt sich auch Åke Parmerud hier an »die Überreste […] der größten Musik aller Zeiten […] in verschiedenen Zuständen der Dekomposition« bzw. – um im Bild zu bleiben – der Zersetzung, der Verwesung. Auch hier eine sehr persönliche Herangehensweise an experimentelle Sound Collage, gewagt und eingehendere Entdeckung wert.

    Auch hier eine sehr persönliche Herangehensweise an experimentelle Sound Collage, gewagt und eingehendere Entdeckung wert.

    Voyages in Polyphonia

    “Recenzje”, Łukasz Komła, Polyphonia, July 1, 2016
    Friday, July 1, 2016 Press

    Zaglądam do katalogu kanadyjskiej oficyny empreintes DIGITALes, gdzie pojawił się album profesora Jonty’ego Harrisona.

    Brytyjski kompozytor i muzyk studiował w latach 70. m.in. fortepian na Uniwersytecie w York. W 1980 roku dołączył do Instytutu Muzyki Uniwersytetu w Birmingham. Dwa lata później założył BEAST, czyli Birmingham ElectroAcoustic Sound Theatre. Jako kompozytor otrzymał szereg nagród.

    Wydawnictwo Voyages pomieściło dwie elektroakustyczne/akuzmatyczne kompozycie: Espaces cachés (2014) i Going / Places (2015). Ten pierwszy utwór miał swoją premierę na festiwalu Klang! Électroacoustique w Montpellier oraz powstał w oparciu o różne odgłosy związane z podróżowaniem i naturą. W Going / Places Harrison także nawiązuje do zjawiska podróżowania. To nagranie zostało stworzone na taśmę w formie 32-kanałowej instalacji.

    July 1 – 10, 2016: Possible Strike at Canada Post

    Friday, July 1, 2016 General

    We would like to inform you that there is a possibility of a strike or a lock-out at Canada Post. This could affect the delivery of your orders. We apologize in advance for any delays incurred by this situation.

    Nécropolis in The Wire

    “Review”, Harry Wheeler, The Wire, no. 389, July 1, 2016
    Friday, July 1, 2016 Press
    It’s not just acoustic design skills that make Parmerud’s work compelling — it’s also his sophisticated exploration of unbound interiority.
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